2. Frauen verlieren bei Concordia

Nach drei Siegen in Folge wollte die 2. Frauen bei Concordia Ihre Serie fortsetzen. Die ersten beiden guten Szenen gehörten SCALA, aber Finjas Schuss wurde gehalten und Lara verzog nach einem schönen Steilpass durch die Mitte. Danach übernahmen zusehends die Gastgeberinnen das Heft des Handelns und stellten unsere Mädchen mit Angriffen über die enorm schnellen Flügelstürmerinnen vor große Probleme, so beim 1:0 in der 6. Minute, als der Ball von rechts in die Mitte gespielt wurde, wo die Mittelstürmerin nur noch einschieben musste. Wenig später pfiff der Schiedsrichter einen äußerst strittigen Elfmeter, den Concordia zum 2:0 nutzte. Die Verunsicherung war bei unseren Mädchen nun spürbar, die Abstände waren zu groß, die Zweikämpfe wurden nicht konsequent geführt und so konnte der Gegner immer wieder gefährlich in die Tiefe spielen. Eine von vielen Ecken köpfte Concordia zum 3:0 ein (17.). Von den guten spielerischen Ansätzen der letzten Wochen war bei uns wenig zu sehen, das körperbetonte Spiel des Gegners schien SCALA zu beeindrucken. Trotzdem ergaben sich gute Einschussmöglichkeiten, denn hinten war Concordia durchaus anfällig. Aber in der 22. Minute wurde erst Finjas Schuss gehalten und der Nachschuss von Mara abgeblockt, 10 Minuten später konnte Lara nicht wie gewollt zu Mara durchstecken und schoss dann mit links mit zu wenig Druck aufs Tor. Auf der anderen Seite musste Pauli einen erneuten schnellen Angriff in höchster Not klären, doch kurz danach ging ein langer Ball von hinten komplett durch, und die Stürmerin überlief auch noch Nele F. und schob ein – 4:0 (39.). Danach konnte sich Nele im Tor mal auszeichnen, als sie einen Schuss aus kurzer Distanz fantastisch mit den Händen parierte und dann auch noch den Nachschuss mit dem Fuß abwehrte. Trotzdem fiel in der 42. noch das 5:0, so dass man ein Debakel fürchten musste, auch wenn SCALA noch vor der Halbzeit der sehr gut herausgespielte Anschluss gelang, als Anna mit einem schönen Pass aus der Abwehr Lara anspielte, die zu Poggi weiterleitete. Poggi setzte sich außen durch und brachte den Ball flach zu Mara in die Mitte, die den Ball sicher und präzise ins Netz beförderte. Ein kleiner Lichtblick nach einer sehr durchwachsenen 1. Hälfte.

Das dieses Team aber Moral hat, bewies es in Hälfte zwei. Das Spiel war nun viel ausgeglichener, die schon in der 30. Minute eingewechselte Nele W. und die in der Halbzeit gekommene Emma stabilisierten die Defensive und alle nahmen die Zweikämpfe besser an. Anna lieferte sich immer wieder kraftraubende Sprintduelle mit der schnellen Concordia-Stürmerin, gewann aber jetzt zunehmend mehr dieser packenden Duelle. Nachdem Nele F. noch einen strammen Schuss sicher zur Seite abgewehrt hatte, entwickelten sich in der Folge mehr Chancen für SCALA und in der 52. Minute stellte Lara auf 5:2, als sie einen von rechts kommenden Ball aus halblinker Position sauber oben links ins Tor beförderte. Poggi hatte wenig später die nächste Chance, kam aber nicht richtig hinter den Ball. In der 63. Minute setzte sich Finja mittig klasse gegen zwei Leute durch und hätte wohl auch einen Elfer bekommen, wenn sie den Ball nicht mit links noch in die rechte Torecke gespitzelt hätte. Plötzlich stand es nur noch 5:3, ging da noch was? Eine Flanke von rechts hätte eine Abwehrspielerin von Cordi beinahe zum 5:4 ins eigene Netz befördert und nach einer stark nach vorne verteidigten Aktion von Anna kam Lara zum Abschluss, aber das vierte Tor wollte nicht fallen. Natürlich riskierte SCALA jetzt mehr, die Kraft ließ langsam nach und es ergaben sich dadurch Räume und Chancen für Concordia. Aber was Nele F. heute hielt, nötigte sogar dem Gegner nach Abpfiff noch Respekt ab: in der 79. klärte sie entschlossen im direkten Duell gegen eine durchgebrochene Stürmerin, Höhepunkt war aber ihre Reaktion in der 89., als sie erneut ein 1 gegen 1 gewann und dann blitzschnell wieder auf den Beinen war, um auch noch den Nachschuss zur Ecke abzuwehren. Ecken bleiben leider ein Schwachpunkt bei uns und so konnte Concordia wieder per Kopf auf 6:3 stellen – die Entscheidung. Für einen versöhnlichen Abschluss für die Fans sorgte Nele W., die einen Freistoß (inkl. gelb-roter Karte für die Verteidigerin) aus ca. 18 m wunderschön in den linken Winkel zirkelte.

Fazit: gegen eine erfahrene und körperlich starke Truppe haben wir die erste Halbzeit verschlafen, in der zweiten aber tolle Einstellung gezeigt und einen offenen Schlagabtausch mit schönen Toren geliefert. Und schon am Mittwoch können wir es bei St. Pauli wieder besser machen.

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